Wespen- und Bienebekämpfung

 

Immer wieder gehen Anfragen betreffend Wespenbekämpfung bei der Polizei, Gemeindeverwaltung und bei der Feuerwehr ein. Beachten Sie die folgenden Verhaltensregeln.

 


Verhaltensregeln


Sollten Sie ein Bienennest in Ihrem Gebäude entdecken, dann kontaktieren Sie bitte einen örtlichen Imker, welcher Ihnen die ungebetenen Gäste fachgerecht wieder zu ihrem richtigen Zuhause zurückbringt.

Anmerkung: Versuchen Sie bitte nicht die Bienen mit Insektenspray oder ähnlichem zu vertreiben. Vergessen Sie nicht, dass die fleissigen Bienchen eventuell Ihr Honiglieferant sein könnten.


Ein Wespennest kann mit einem Wespenspray, welcher in jeder Drogerie oder bei der Feuerwehr gekauft werden kann, gefahrlos selber beseitigt werden.

Der Wespenspray ist am frühen Morgen wenn es noch kühl ist oder abends vor dem Eindunkeln, einzusetzen. Dann sind die meisten Wespen im Nest. Den ganzen Spray aufbrauchen und anschliessend das Nest in einem Kehrichtsack (gut zugebunden) der Abfuhr mitgeben.
Auf keinen Fall darf das Nest verbrannt werden --> Gase = Explosionsgefahr!

Der Wespenspray ist gefahrlos einsetzbar und die Wespen verlieren augenblicklich den Stechdrang.

Bei Mietwohnungen ist die Verwaltung / Eigentümer oder der Hauswart für deren Vernichtung verantwortlich.

In vielen Fällen macht es aber Sinn, eine Schädlingsbekämpfungsfirma zu kontaktieren, welche das Nest entfernt. Nicht jeder Mieter hat Lust, sich mit den lästigen Wespen und Sprays rumzuschlagen. Jeder Mieter hat das Recht, ein Mietobjekt ohne Einschränkung zu nutzen.

 


Die Feuerwehr hilft Ihnen gegen Verrechung weiter

 

Wenn Sie das Wespen- oder Hornissennest nicht selber beseitigen möchten, können Sie die Leistungen Ihrer Feuerwehr in Anspruch nehmen.
Der Aufwand der Feuerwehr wird in diesem Fall wie folgt verrechnet.

Wespenspray pro Dose CHF 40.00
Einsatzkosten pro Person und Stunde CHF 50.00

in einigen hartnäckigen Fällen wird ein zweiter Einsatz notwendig!

Kontaktieren Sie den Kommandanten um das weitere Vorgehen zu vereinbaren.

 

Bienen

Bienen stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen und zu ihrer Verteidigung. Sie ernähren sich vom Nektar. Zuckerhaltige Speisen und Düfte können Bienen ebenfalls anlocken. Durch sein Verhalten kann plötzlich ein Mensch als "Feind" eingestuft werden und die Bienen starten einen "Angriff". Kein Insektenschutzmittel kann in solch einer Situation den Menschen schützen, auch wenn das Mittel im Labortest Bienen fernhält.


Wespen

Wespen stechen ebenfalls nur zur Verteidigung. Dummerweise lieben die Wespen die gleichen Getränke und Nahrungsmittel wie wir. Aus dieser Konstellation heraus kommt es zu den unliebsamen Zusammenstössen zwischen Mensch und Wespe. In dieser Situation kann kein Insektenschutzmittel den Menschen vor Stichen schützen.


(Quelle: Eduard Vogt AG - Kosmet.pharmaz. Labor - CH 8604 Volketswil)

 

 

Unterschiede Wespen - Bienen


Aussehen:

Dem Laien fallen die staatenbildenden Wespen in allererster Linie durch ihren kaum behaarten schwarz-gelb gestreiften Körper auf, eine Warnfärbung, die häufig von anderen Insekten imitiert wird ("Mimikry"), um sich so vor Fressfeinden zu schützen. Außerdem zeichnen sie sich durch ihre sprichwörtliche "Wespentaille" aus und besitzen sie keinen Saugrüssel und keine Sammelbeinchen. Wespen werden also äusserlich leicht von den dickeren und deutlich behaarten Bienen (Honigbienen, Solitärbienen und Hummeln) unterschieden.


Nahrung:

Wespen jagen in erster Linie andere Insekten und machen sich somit im menschlichen Sinne "nützlich"; Bienen sammeln Honig und Nektar. Wespen speichern ihre Nahrung nicht, Bienen tun dies – auch zum Vorteil des Menschen.
Als Kind hatte sich der Autor einmal aus Holzplatten und engmaschigem "Kaninchendraht" ein "Insektarium" gebaut und dieses mit allerlei gefangenen Schmetterlingen bevölkert. (Dass dieses nicht im Sinne des Naturschutzes ist, braucht nicht betont zu werden.) Die Falter waren noch nicht lange in ihrem Käfig, als plötzlich Wespen auftauchten, durch den Maschendraht flogen, die Schmetterlinge erbeuteten, sich mit ihnen durch die Drahtmaschen zwängten und mit ihrer Beute davonflogen. Diese einfache Mahlzeit wollten sie sich nicht entgehen lassen. In der Natur sind allerdings eher Fliegen und Mücken die animalischen Nahrungsquellen, hinzu kommen Nektar und süsses Obst.

 

Lebensweise und Fortpflanzung:

Sie gleicht der unserer staatenbildenden Bienen: Eine befruchtete Wespenkönigin kommt im Frühjahr aus ihrem Winterquartier, sucht einen Niststandort, baut die erste Etage ihres Nestes, legt die ersten Eier und zieht die ersten Arbeiterinnen auf. Sobald diese den weiteren Nestbau, die Nahrungssuche und Fütterung der weiteren Larven übernommen haben, legt die Königin bis zu ihrem Tode nur noch Eier, bis der Staat im Spätsommer bis zu 4000 Köpfe zählt. Aus einigen der letzten Eier schlüpfen schließlich Jungköniginnen, die sich nur in dafür vorgesehenen grösseren Waben entwickeln, und aus unbefruchteten Eiern die Drohnen, die die jungen Königinnen begatten. Wenn die Altkönigin keine Eier mehr legt, machen sich die nun unbeschäftigten Arbeiterinnen auf die Suche nach "Süssspeise" – und werden dem Menschen lästig. Die ersten Fröste bringen ihnen den Tod, während die neuen Königinnen längst winterschlafen.

 

Nestbau:

Wespen bauen ihre Nester aus Zellulose, d. h. zerkautem Altholz, das grauem Umweltpapier ähnelt. Honigbienen bauen bekanntlich aus Wachs. Ein Wespennest wird an der Decke einer Erd- oder Baumhöhlung aufgehängt und nach unten gebaut, die Waben hängen nebeneinander, ihre Öffnungen zeigen nach unten. Die Waben der Honigbiene hingegen liegen übereinander mit seitlichen Öffnungen, Hummelwaben liegen zwar auch nebeneinander, ihre Öffnungen zeigen allerdings nach oben.